Was versteht man unter Nettovermögen?
Das Nettovermögen ist die Differenz zwischen allem, was du besitzt, und allem, was du schuldest. Die Formel lautet: Vermögenswerte minus Verbindlichkeiten gleich Nettovermögen. Für Freelancer ist diese Zahl oft weniger klar als für Angestellte, weil Einkommen und Ausgaben stark schwanken.
Welche Vermögenswerte zählen dazu?
Dazu gehören Girokontoguthaben, Tagesgeldkonten, ETF-Depots, Rentenversicherungen und Sachwerte wie ein Auto oder Laptop. Ein Grafikdesigner mit 8.400 Euro auf dem Tagesgeldkonto, einem Depot im Wert von 12.000 Euro und einem Auto mit Restwert von 3.500 Euro kommt auf 23.900 Euro Bruttovermögen.
Was gilt als Verbindlichkeit?
Offene Steuernachzahlungen, Ratenkredite, ausstehende Umsatzsteuer und Betriebsmittelkredite zählen dazu. Im Beispiel oben hat der Designer noch 4.200 Euro Steuerschulden und einen Kredit über 2.800 Euro. Das ergibt 7.000 Euro Verbindlichkeiten.
Wie lautet das Ergebnis im Beispiel?
23.900 Euro minus 7.000 Euro ergibt ein Nettovermögen von 16.900 Euro. Diese Zahl allein sagt wenig, aber sie bildet die Grundlage für Entscheidungen über Altersvorsorge, Rücklagen und Investitionen.
Wie oft sollte man das neu berechnen?
Einmal pro Quartal reicht für die meisten Freelancer. Wer unregelmäßige Einnahmen hat, sollte zusätzlich nach jedem größeren Auftrag prüfen, ob sich die Verbindlichkeiten verändert haben.